Ort Ripsdorf:

 

Neben 17 weiteren Orten gehört Ripsdorf zur Gemeinde Blankenheim und liegt in der Mitte der Hochebene (512 m NN) zwischen der Oberen Kyll und der Oberen Ahr. Schon die Franken fühlten sich hier wohl, dies beweisen Funde aus dem 5. oder 6. Jahrhundert. Der Eifelgraf von Are erhielt Ripsdorf und der Ort wird urkundlich 1121 zuerst als „Ripesdorf“ erwähnt. Damals gab es schon eine Pfarrkirche und das Patronat lag bei der Abtei Steinfeld. 1203 findet man den Namen „Rypstorf“, 1316 dann „Rypstorp“ und im 15. Jahrhundert „Rüpstorp“.

Da der Ort keine selbständige Herrschaft war, hat er auch keine zusammenhängende Geschichte. Gerhard von Loen, Herr zu Jülich und Graf zu Blankenheim, kaufte Ripsdorf im Jahre 1457. Zur Zeit Herzog Albas sollen spanische Truppen hier einquartiert gewesen sein. Der Besitz, außer Vellerhof, blieb bis zur französischen Revolution in der Hand der Herzöge von Jülich. Im 16. Jahrhundert wurde die Familie Metternich mit Gütern in Ripsdorf belehnt. In der französischen Zeit gehörte Ripsdorf zur Mairie Dollendorf im Kanton Blankenheim und seit der kommunalen Neugliederung im Jahre 1969 zur Gemeinde Blankenheim.

Beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ im Jahre 2009 belegte der Ort den 3. Platz.

Für den Erhalt und die Pflege der einzigartigen Kirche mit ihrem Bewuchs sowie die Wertschätzung und den Schutz einer sehr alten Elsbeere (Sorbus torminalis) setzt sich Ripsdorf ein. Als Preis gab es eine Elsbeere. Es soll sichergestellt werden, dass auch in Zukunft ein derartiger Baum im Dorf erhalten bleibt. Dieser Baum wurde am Premium-Wanderweg „Eifelsteig“ gepflanzt.

In ganz Deutschland gibt es nur ein Dutzend freistehender Prachtexemplare.



Die Elsbeere ist der Baum des Jahres 2011.